Jeweils zum Jahresbeginn erhalten Sie für das bevorstehende Jahr eine Börsenprognose.
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Grundlagen der Schätzung sind astrologische Überlegungen unter Einbeziehung der Ereignisse uind Indikatorentwicklungen des Vorjahres. |
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Börsenprognose 2011 Hannover, 01.01.2011 Jahresmotto: Katerstimmung nach der 2010er Börsenparty. Der Kursanstieg seit Frühjahr 2009 kam überwiegend durch staatliche Interventionen zustande. Die Entscheidungsträger der Regierungen und Notenbanken konzentrierten sich darauf, die Banken und Versicherungen zu sichern, Wirtschaftswachstum zu generieren und die Zahlungsfähigkeit von EU-Staaten zu erhalten. Dadurch erzeugten sie Vertrauen an den Finanzmärkten, was schließlich zu steigenden Preisen führte. Kleinigkeiten bekommen Systemrelevanz Grundlegende Probleme wurden jedoch nicht gelöst. So vergrößerten sich die Abhängigkeiten der Wirtschaft von der Handlungsfähigkeit des Staates. Daraus folgt: Das System kann stabil bleiben, so lange die erforderlichen Aufgaben durch den Staat lösbar sind. Je feiner ein System hinsichtlich der Funktionsfähigkeit geregelt ist, desto größer ist die Gefahr von komplexen Fehlfunktionen und Ausfällen. Externe Schocks, wie z.B. Epidemien, Peak Oil, Peak Weizen/Mais/Reis ("Peak Everything"), Qualitätsmängel von systemrelevanter Technik, Fehlplanung, Missmanagement lassen sich dadurch nicht auffangen. Winterwetter bringt Logistiker in Schwierigkeiten Beispiel: Es könnte bereits ein normaler Winter die Versorungsketten stören oder unterbrechen, weil technische Fehlfunktionen vorliegen. So könnte das Fehlen von Enteisungsmitteln auf Flughäfen für Probleme mit Dominoeffekten sorgen. Der weltgrößte Hersteller des Stoffs, Clariant, muss zum Jahreswechsel 2010/2011 seine Produktion einstellen, weil bei der Substanz Glykol eine Marktverknappung entstand. Die Preise für Glykol kletterten im Dezember um 50 Prozent. Dadurch könnten Anleger geneigt sein, die 2010er Gewinne mitzunehmen - ein schwacher Jahresstart erscheint denkbar. Finanzkrise als Risiko-Multiplikator Solche Ereignisse könnten ausreichen, die Maßnahmen von Regierungen und Notenbanken zu stören, so dass auch im Jahresverlauf keine Erholung zustande kommt. Die Stimmung könnte gedrückt bleiben. Sollten die alten Risiken aus 2007 / 2008 aufbrechen, bzw. deutlich sichtbar werden, erscheint es möglich, dass der Deutsche Aktienindex sogar unter 5.000 Punkte abrutscht. |
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Zur Börsenprognose 2010 Hannover, 03.01.2010 Jahresmotto: Notenbanken und Regierungen drohen den Kampf gegen Deflations- und Schrumpfungsprozesse zu verlieren. Aufgrund sinkender Werte des Anlagevermögens bleiben Finanzunternehmen (Versicherungen, Banken, Beteiligungs- und Immobilienunternehmen) unter Druck. Die Systemrelevanz der Finanzindustrie und die Gefahr, dass deren Turnaround scheitert, bleibt ein vorherrschendes Thema. Offen ist - und praktisch wie 2009 kaum prognostizierbar - wie lange die Unterstützungsmaßnahmen von Notenbanken und Regierungen aufrecht erhalten oder (weiter ins Chaos driftend) ausgebaut werden. Es kann für 2010 eine ähnliche Entwicklung erwartet werden wie 2008: Das Bilanzjahr 2009 wurde erfolgreich gerettet, so dass die Gründe für eine anhaltende Stimulierung der Märkte entfallen - zumal der Handlungsspielraum der Notenbanken und Regierungen aufgrund sinkender Einnahmen und steigender Ausgaben enger wird. Umfangreiche Kapitalerhöhungen bei großen Blue Chips könnten auf die Notierungen drücken. 2010 könnte schwach eröffnen, wobei die Kommentatoren zunächst auf "Gewinnmitnahmen" verweisen dürften. Eine technische Reaktion könnte im März - April - Mai zur Dividendensaison stattfinden. Kapitalknappheit und Schrumpfungsprozesse könnten bis zum Jahresende für einen anhaltenden Abwärtstrend sorgen. |
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Zur Börsenprognose 2009 Gehrden, 01.01.2009 Jahresmotto: Schwankungsarmer Jahresanfang als Ruhe vor dem Sturm Der 2008er Deutsche Aktienindex zeigte, dass die Marktteilnehmer im Vorjahr an der Nase herumgeführt wurden. 2007 war eine neunmonatige Bullenfalle. So vorgeführt zu werden und zusätzlich Währungs- und Rohstoffturbulenzen erleiden zu müssen, dürfte etliches Kapital verschreckt haben. Es steht für neue Investments nicht zur Verfügung. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass der Deutsche Aktienindex Ende 2008 zur Bilanzpflege oberhalb von 4.400 Punkten stabilisiert wurde. Danach wären verschiedene Risiken kaum in den Kursen enthalten, zum Beispiel:
Das vollständige Ausmaß der Wirtschafts- und Finanzkrise könnte Ende 2009 sichtbar werden und sogar die traditionelle Schlussrallye verhindern. |
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Zur Börsenprognose 2008 Gehrden, 28.12.2007 Jahresmotto: Neue, strengere Bedingungen an den Märkten Das gelang seit 2003 gut und hielt die Aktienbörsen bei Laune: Aus einem Euro wurde ein mehrfaches davon als produktives Kapital gebildet. Ab 2008 dürften sich die Rahmenbedingungen ändern. Die 2007er Finanzkrise dürfte sich bis ins nächste Jahr auswirken. Bislang wurden Aktien, insbesondere Blue Chips, auf hohem Niveau gestützt. Dafür stand Kapital zur Verfügung, das von den Noten- und Geschäftsbanken großzügig verteilt wurde. Dadurch konnten der Liquiditätsengpass zwar überbrückt und die Bilanzen geschont werden. Aber 1. blieben die Risiken von massiven Kreditausfällen bestehen 2. muß die Liquiditätsschwemme zurückgefahren werden, um eine Inflation zu vermeiden 3. dürften sich künftig die Bedingungen für die Kreditvergabe ändern Weil das Finanzsystem neu aufgestellt wird, erscheint es gut möglich, dass als Nebenwirkungen Bremsspuren sichtbar werden. Das könnte den DAX 2008 fallen lassen. |
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Zur Börsenprognose 2007 Minden, 01.01.2007 Jahresmotto: Aktien bleiben Risikopapiere. Der Schwung des abgelaufenen Jahres dürfte nur ein paar Wochen anhalten. Spätestens ab Februar darf mit einer Top Bildung und anschließenden Abwärtsbewegung gerechnet werden. Bei einem Gewinnwachstum der DAX Unternehmen von rund 10 bis 13 Prozent besteht kein Grund zum Jubeln. Denn im Kurs/Gewinn-Verhältnis von 15 für 2007er Gewinne ist schon eine Portion Optimismus in den Kursen enthalten. Erfüllen die Unternehmen die Analystenschätzungen, dürften Gewinnmitnahmen beginnen. Es besteht die Gefahr von Enttäuschungen bei weniger Wachstum. Das könnten die Börsen bereits ab Februar vorweg nehmen: In Erwartung eines schlechten zweiten Quartals könnten die Marktteilnehmer geneigt sein, sich von ihren Engagements zu trennen. Anhaltende Skepsis könnte die Kurse bis Jahresmitte unter Druck setzen - gegebenenfalls bis zum Erreichen eines angemesseneren KGVs von 11 - 13. Für das Moving Markets Depot bedeutet das: Es ist geplant, die Aktienquote und die bestehenden Engagements beizubehalten (zurzeit BASF, ThyssenKrupp, Nebenwerte). Sollte es von den Indikatoren Hinweise auf eine Top Bildung geben, wird das Depot Short abgesichert. |
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Zur Börsenprognose 2006 Minden, 29.12.2005 Jahresmotto: Den Aufwärtstrend genießen, so lange er noch intakt ist. Denn ab Mai/Juni dürfte der DAX tiefer fallen, als ihm heute von den Marktteilnehmern zugetraut wird. DAX Anleger könnten davon ausgehen, dass der Index mit einem KGV von 15,1 (2005) bzw. 15,7 (2006) eine günstige Bewertung aufweist und dadurch zum Einstieg einlädt. Die verbesserte Stimmung (ifo Geschäftsklima) signalisiert zwar zuversichtlichen Realismus. Aber es erscheint gut möglich, dass die Börse bereits einiges von dem Optimismus in den Kursen berücksichtigt hat. Die Erwartungen an eine positive Marktentwicklung sind dadurch gestiegen, was Raum für Enttäuschungen bietet. Es besteht die Gefahr, dass die Wachstumsraten zu gering sind, um anhaltend steigende Notierungen zu rechtfertigen. Ab Frühjahr (April/Mai) rechne ich mit Hinweisen auf eine Top Bildung. Anschließend droht ein monatelanger, zäher Rückgang mit typischem Abwärtstrend-Muster der Moving Markets Indikatoren - die technische Reaktion auf die Gewinne seit 2003. Ob ein neuer, länger anhaltender Abschwung startet, läßt sich nicht beurteilen. Möglicherweise legen die Märkte auch nur eine Pause ein. Zur Moving Markets Depot Strategie: Sollte es zum Jahresanfang einen Rückschlag geben, bietet sich eine Einstiegsgelegenheit zur vorübergehenden Spekulation auf steigende Notierungen. TUI und Thyssen-Krupp sollen so lange wie möglich von steigenden Notierungen des Gesamtmarktes profitieren. Gewinnmitnahmen sind deshalb ab April geplant. Dabei geht es darum, die Signale des potenziellen oberen Wendepunktes herauszuarbeiten und die neuen Abwärtstrend-Indikatormuster zu erkennen. Je nach Indikatorentwicklung sind weitere Gewinnmitnahmen möglich, z.B. beim Flugzeugzulieferer Ladish oder bei der Bangkok Bank. Mit den Signalen eines oberen Wendepunktes ist geplant, eine Short Position aufzubauen und ggf. monatelang zu halten. Weil es schwierig wird, das exakte Top zu treffen, erscheint es ratsam, in steigende Notierungen hinein antizyklisch SHORT zu gehen und das Depot gegen fallende Notierungen abzusichern. Ergänzung am 01.01.2007 Ab Sommer 2006 entwickelte sich der DAX gegenläufig zur Jahresprognose. Der DAX gewann 1.000 Punkte. Erwartet wurde ein Verlust von rund 1000 Punkten. Das zeigt die Schwäche der astrologischen Bewertung: Das alte Wissen über parallele Abläufe zwischen Himmel und Erde so kompliziert, dass es kaum zuverlässig entschlüsselt werden kann. Das Know How von heute reicht nicht aus. Die Saturn/Neptun-Opposition erschien auf den ersten Blick geeignet, parallel zu einer Börsen-Baisse Warnsignale zu geben. Statt dessen gab es eine expansive, aufwärts gerichtete Entwicklung. Bis Juni 2007 bleibt die Konstellation bestehen. Sie wird in der Jahresprognose 2007 (s.o.) berücksichtigt. |
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Zur Börsenprognose 2005 Minden, 31.12.2004 Der DAX schloß zwar in der Nähe Jahreshöchstkurses, aber er ist deswegen nicht zu teuer. Im Gegenteil: Das Verhältnis zwischen Anleihe- und Aktienpreisen stellt Aktien preiswert dar, so daß der Kapitalfluß in Richtung der Dividendenpapiere anhalten dürfte. Ausblick Weil im vergangenen Jahr Ernüchterung einkehrte (ifo Geschäftsklima abgekühlt), erscheint es gut möglich, daß die Analysten ihre Gewinnschätzungen nicht nach unten revidieren müssen und die Märkte daraus Wachstumsperspektiven für die nächsten Jahre ableiten. * Die Erkenntnis, daß sich die Situation bessern könnte, dürfte sich schon in den ersten Monaten durchsetzen und im April/Mai zu einem neuen Zwischenhoch führen. * Auf den Anstieg folgt mehr Skepsis, so daß Gewinne mitgenommen werden und das zweite Halbjahr kritischer gesehen wird. Mit Zwischentiefs rechne ich im Juli und November. * Spätestens bis zum Jahresende / Anfang 2006 dürfte der DAX die 5000 Punkte-Hürde überwinden. Strategie * Es erscheint aussichtsreich, weiterhin auf steigende Notierungen zu setzen. * Das im Dezember 2004 georderte DAX Long Zertifikat wird ohne Zeitbegrenzung gehalten. Gewinnmitnahmen werden für April / Mai eingeplant, sofern eine Überhitzung der Indikatoren erkennbar ist. * Rückschläge laden unter Tradinggesichtspunkten zum Einstieg ein. |
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Zur Börsenprognose 2004 Minden, 30.12.2003 Zum Jahresende 2003 stellt sich die Situation widersprüchlich dar: Während die Stimmung in der Wirtschaft einen euphorischen Status erreichte (vgl. ifo Geschäftsklimaindex), signalisieren die anderen Stimmungsindikatoren (z.B. Umsatzindikatoren, A/D-Linie) für den DAX lediglich eine uneinheitliche Verfassung des Aktienmarktes. Überhitzungserscheinungen sind trotz des fast 100%igen Kursanstiegs im Jahresverlauf 2003 nicht erkennbar. Ausblick Es erscheint möglich, daß die Marktteilnehmer dem Zweckoptimismus der Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft vorübergehend zwar folgen. Aber es ist aufgrund des Warnsignals des ifo Geschäftsklimaindex vorstellbar, daß die Börse der tatsächlichen Entwicklung zu weit nach oben vorausgelaufen ist. Sollten die Gewinne der Unternehmen nicht wie erwartet wachsen (Analysten rechnen mit einem Gewinnwachstum von über 40 Prozent im nächsten Jahr), wäre der DAX zu hoch bewertet. * Nach Veröffentlichung der ersten Quartalsergebnisse ab April könnte es erste Rückschläge geben. * Die anschließende Top-Bildung im Sommer könnte eine mehrmonatige Konsolidierung einleiten. * Im langfristigen Trend könnte sich der aktuelle Aufwärts-Zyklus als eine Bärenmarktrallye darstellen. Strategie * Es erscheint aussichtsreich, in den ersten Monaten 2004 auf steigende Kurse zu setzen. Bedingung: Die technischen Indikatoren dürfen während dessen keine Überhitzungserscheinungen zeigen. * Spätestens ab Frühjahr/Sommer in steigende Kurse hinein Gewinnmitnahmen einplanen. |
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Zur Börsenprognose 2003 Minden, 01.01.2003. Solange die Umsatzindikatoren übertriebenen Optimismus und dadurch ein Ungleichgewicht des Marktes anzeigen, dürfte der Trend abwärts zeigen. Die Spekulationsblase entstand über einen langen Zeitraum während der 80er und 90er Jahre, so daß die ausgleichende Bereinigung und Konsolidierungsphase länger anhalten dürfte, als es heute die Mehrheit der Marktteilnehmer erwartet (vgl. ifo Geschäftsklimaindex). Es ist offen, wann der Zweckoptimismus der Entscheidungsträger in Wirtschaft, Gesellschaft und Medien weichen wird, damit mehr Realismus und Bodenständigkeit einkehren kann. Die Umsatzindikatoren, der ifo-Geschäftsklimaindex und andere Stimmungsindikatoren signalisieren, wie das Zusammenspiel zwischen Optimisten und Pessimisten verlaufen wird. Danach ist eine Bodenbildung zur Zeit nicht erkennbar. Die Korrektur der übertriebenen Erwartungen dürfte während des gesamten Jahres anhalten, wobei schon Ende Januar/Anfang Februar, spätestens jedoch im April/Mai ein neues Zwischentief markiert werden könnte. |
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Hinweis zur DAX-Prognose: Am 14.02.2000 wurde Mannesmann aus dem Index herausgenommen und gegen das geringer gewichtete Unternehmen EPCOS ersetzt. Diese Tatsache minderte das Abwärtspotential, denn die 30%ige Talfahrt der Mannesmann-Aktie hätte dem DAX erheblich größere Verluste bereitet, als es ohne Mannesmann der Fall war. Der "Mannesmann-Effekt" verbesserte die Performance des Deutschen Aktienindex nach unserer Schätzung um ca. 150 Punkte. |